Kopfschmerzen, die verschwinden, sobald man das Büro verlässt. Müdigkeit, die sich jeden Nachmittag wiederholt. Wenn solche Beschwerden gehäuft in einem bestimmten Gebäude auftreten, spricht man vom Sick-Building-Syndrom. Der Begriff klingt dramatischer, als er gemeint ist, aber er beschreibt ein reales, gut dokumentiertes Phänomen.
Was ist das Sick-Building-Syndrom?
Der Begriff bezeichnet unspezifische gesundheitliche Beschwerden, die gehäuft bei Menschen auftreten, die sich in einem bestimmten Gebäude aufhalten, und die in der Regel nachlassen oder verschwinden, sobald das Gebäude verlassen wird. Eine häufig zitierte Arbeitsdefinition beschreibt es als ein Gebäude, in dem gesundheitliche Beschwerden häufiger auftreten, als vernünftigerweise zu erwarten wäre.
Wichtig ist die Abgrenzung zu „gebäudebezogenen Erkrankungen“ im engeren Sinn (zum Beispiel durch Schimmelpilzbefall oder Legionellen), bei denen sich eine konkrete Ursache medizinisch nachweisen lässt. Beim Sick-Building-Syndrom bleibt die Ursache oft diffus, es handelt sich meist um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Typische Symptome
- Kopfschmerzen und Müdigkeit
- Reizungen der Augen, der Nase und des Rachens
- Trockene oder gereizte Haut
- Konzentrationsschwäche
- Ein allgemeines Krankheitsgefühl ohne erkennbare Ursache
Charakteristisch ist, dass die Beschwerden mit der Zeit im Gebäude zunehmen und nach dem Verlassen wieder abklingen, oft innerhalb weniger Stunden.
Wie verbreitet ist es?
Belastbare Prozentangaben schwanken stark je nach Gebäude, Nutzung und Untersuchung. Verlässlicher als eine einzelne Zahl ist der Blick auf die Risikofaktoren: Bürogebäude mit versiegelten Fenstern, mangelhafter Lüftungsanlage oder neuer Ausstattung (mit entsprechend hoher VOC-Belastung) gelten als besonders anfällig.
Die häufigsten Ursachen
- Unzureichende Lüftung, zu wenig Außenluft pro Person, siehe CO2 im Raum.
- VOCs aus Möbeln, Teppichen, Farben oder Reinigungsmitteln, siehe VOCs in der Innenraumluft.
- Mikrobielle Belastung, etwa durch Schimmelpilze in Klimaanlagen oder feuchten Bauteilen.
- Ungünstiges Raumklima, zu trockene oder zu feuchte Luft, falsche Temperatur.
- Psychosoziale Faktoren, etwa Stress oder Lärm, die die Wahrnehmung körperlicher Beschwerden verstärken können.
Was hilft gegen das Sick-Building-Syndrom?
An erster Stelle steht ausreichend Außenluft, durch eine funktionierende Lüftungsanlage oder konsequentes Lüften. Das senkt CO2 und verdünnt gleichzeitig andere Schadstoffe. Ergänzend reduziert eine Luftbehandlung mit bipolarer Ionisation Gerüche, VOCs, Bakterien, Viren und Schimmelpilze direkt in der Raumluft, dauerhaft und ohne Filterwechsel. Für Büros mit Rasterdecke eignet sich AirCleanerQ, als eigenständiges Gerät AeroTec2.
Zusammengefasst
Das Sick-Building-Syndrom ist kein Mysterium, sondern meist die Summe mehrerer, einzeln oft harmlos wirkender Faktoren: zu wenig frische Luft, zu viele VOCs, zu wenig Luftbehandlung. Wer diese Faktoren systematisch angeht, siehe Raumluftqualität verbessern, reduziert die Beschwerden meist spürbar.


