Kaum ein Raumtyp ist bei Raumluftqualität so gut untersucht wie das Klassenzimmer, aus gutem Grund: Viele Kinder auf wenig Fläche über 45 oder 90 Minuten lassen den CO2-Wert schnell ansteigen, mit messbaren Folgen für Konzentration und Lernleistung.
Warum Klassenräume besonders betroffen sind
Ein typisches Klassenzimmer mit 25 bis 30 Schülern hat ein deutlich ungünstigeres Verhältnis von Personenzahl zu Raumvolumen als die meisten Büros. Hinzu kommt, dass Lüften durch feste Unterrichtszeiten, Lärm von außen oder winterliche Kälte oft eingeschränkt möglich ist, Fenster bleiben während der Stunde häufig geschlossen.
Welche CO2-Werte gelten für Klassenräume?
Als Orientierung dient auch hier der Pettenkofer-Wert: Ein CO2-Mittelwert von 1.000 ppm über eine Unterrichtseinheit gilt als hygienisch unbedenklich. Kurzzeitige Spitzenwerte bis etwa 1.500 ppm werden noch als vertretbar angesehen, solange der Mittelwert eingehalten wird. Oberhalb von 2.000 ppm gilt die Luft als hygienisch nicht mehr akzeptabel, dann muss zwingend gelüftet werden. Die ausführliche Herleitung dieser Werte steht im Artikel CO2 im Raum.
In der Praxis zeigen Messungen in Klassenräumen ohne mechanische Lüftung häufig schon nach den ersten 20 bis 30 Minuten einer Unterrichtsstunde Werte über 1.000 ppm, bei voller Klasse und geschlossenem Fenster auch deutlich darüber.
Was zeigt der Effekt auf Lernleistung?
Mehrere Untersuchungen zu Raumluft in Schulen deuten darauf hin, dass hohe CO2-Werte mit nachlassender Konzentration und Leistungsfähigkeit einhergehen, auch wenn sich der genaue Zusammenhang je nach Studie und Messmethode unterscheidet. Unstrittig ist: Müdigkeit und Konzentrationsschwäche gegen Ende einer Schulstunde fallen in schlecht gelüfteten Räumen stärker aus.
Was über reines Lüften hinaus hilft
Die klassische Lüftungsregel (alle 20 Minuten stoßlüften) ist pädagogisch wie organisatorisch anspruchsvoll umzusetzen, besonders im Winter oder bei Lärm von einer verkehrsreichen Straße. Ergänzend helfen zwei technische Maßnahmen:
- CO2-Ampeln in Klassenräumen machen den Lüftungsbedarf sichtbar, unabhängig vom subjektiven Empfinden.
- Luftreinigung mit bipolarer Ionisation reduziert zusätzlich Gerüche, Bakterien, Viren und Allergene in der Raumluft, unabhängig vom CO2-Wert, den nur Lüften senkt.
Für Klassenräume mit Rasterdecke eignet sich AirCleanerQ, platzsparend integriert und mit automatischer Anpassung an die Belastung. Besteht bereits eine zentrale Lüftungsanlage, lässt sich die Ionisation direkt in den Zuluftkanal integrieren (AeroTron).
Nachweise für Schulen
bioclimatic hat Ozonwert und Wirksamkeit seiner Geräte unter anderem im Gymnasium Bad Nenndorf wissenschaftlich untersuchen lassen, mit dem Ergebnis, dass der Betrieb in Schulen als sicher bewertet wurde. Das Qualitätsmanagement ist zudem nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.
Zusammengefasst
Gegen hohe CO2-Werte im Klassenraum hilft nur Lüften, konsequent und regelmäßig, idealerweise sichtbar gemacht durch eine CO2-Ampel. Für die übrigen Belastungen der Raumluft, Gerüche, Keime und Allergene, ergänzt eine Luftreinigung mit bipolarer Ionisation sinnvoll. Mehr zum Zusammenspiel beider Maßnahmen im Artikel Raumluftqualität verbessern.


