Feinstaub wird meist mit Verkehr und Außenluft in Verbindung gebracht, entsteht aber auch in Innenräumen, teils in überraschend hohen Konzentrationen. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Begriffe und ordnet ein, was dagegen hilft.
Was ist Feinstaub?
Feinstaub bezeichnet feste Partikel in der Luft, die nach ihrer Größe in Klassen eingeteilt werden, am bekanntesten PM10 (bis 10 Mikrometer) und PM2,5 (bis 2,5 Mikrometer). Je kleiner die Partikel, desto tiefer dringen sie beim Einatmen in die Atemwege ein.
Was sind Aerosole?
Aerosole sind ein weiter gefasster Begriff: feinste feste oder flüssige Partikel, die in der Luft schweben. Feinstaub zählt dazu, zusätzlich gehören auch feuchte Tröpfchen dazu, wie sie beim Husten, Sprechen oder bei bestimmten technischen Prozessen entstehen.
Woher kommt Feinstaub in Innenräumen?
- Kochen und Braten, besonders bei hohen Temperaturen und ohne Abzug.
- Kerzen, Räucherstäbchen und offene Feuerstellen, etwa Kamine.
- Drucker, Kopierer und Laser-Geräte, in geringerem Umfang.
- Produktionsprozesse in Industrie und Gewerbe, etwa Schleifen, Schweißen oder Verpacken.
- Eingetragener Außenstaub, über Kleidung, Schuhe oder die Außenluft selbst.
Warum ist Feinstaub in Innenräumen relevant?
Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Innenräumen, entsprechend wichtig ist die Feinstaubbelastung dort für die tatsächliche Exposition, unabhängig davon, wie die Außenluftwerte an diesem Tag ausfallen.
Was hilft gegen Feinstaub in Innenräumen?
Quellen reduzieren, wo möglich: Abzugshauben beim Kochen nutzen, auf offene Feuerstellen verzichten, Produktionsprozesse kapseln. Lüften hilft, verdünnt die Belastung aber nur kurzzeitig und bringt bei hoher Außenluftbelastung zusätzlichen Feinstaub ins Haus. Filtergeräte mit HEPA-Filter sind die gezielteste technische Maßnahme gegen Feinstaub, weil sie die Partikel tatsächlich aus der angesaugten Luft entfernen, siehe auch den Vergleich im Artikel Ist ein Luftreiniger sinnvoll?
Welche Rolle spielt bipolare Ionisation?
Bipolare Ionisation ist in erster Linie gegen Gerüche, VOCs, Bakterien, Viren, Schimmelpilze und Allergene ausgelegt, nicht primär gegen Feinstaub. Die Ionen können Partikel in der Luft zum Zusammenklumpen bringen, wodurch sie schneller zu Boden sinken statt in der Luft zu verbleiben, ein Effekt, der Feinstaub ergänzend reduziert. Für Bereiche mit hoher Feinstaub- und gleichzeitig hoher Geruchs- oder Keimbelastung, etwa in der Industrie, sind AeroTec2 und das Deckengerät AeroMat für größere Hallen die passenden Lösungen.
Zusammengefasst
Feinstaub und Aerosole sind in Innenräumen ein eigenständiges Thema neben CO2, Gerüchen und VOCs. Wer die Quellen kennt, kann gezielt gegensteuern, mehr zu den übrigen Faktoren im Artikel Raumluftqualität verbessern.


